Pebble Gründer Eric Migicovsky im Interview mit Wired

Pebble Team

Pebble Team von links nach rechts: Chris Lalansingh, Andrew Witte, Eric Migicovsky, Rahul Bhagat und Adam Thagard. Foto: Pebble Technology

Pebble Gründer und Lead Designer Eric Migicovsky sprach mit Wired über die finanzielle Einnahmen von Kickstarter, zukünftige Produktionspläne, was Pebble so besonders macht und wie das Pebble-Team den Kickstarter Rekord feiert. Das komplette Interview findet ihr hier in deutscher Übersetzung:

Wired: Pebble hat die $3 Millionen-Marke durchbrochen. Wie viele SmartWatches macht das insgesamt?
Migicovsky: Im Moment gib es etwa 22.500 Geldgeber, wobei einige mehrere Uhren bestellt haben. Bisher wurden ca. 26.000 bis 27.000 Uhren vorbestellt.

Wired: Beeinflusst die starke Unterstützung die Produktionspläne? Werden Sie dadurch Ihre Strategie ändern?
Migicovsky: Wir waren ursprünglich von $100.000 Unterstützung ausgegangen, also sind wir davon ausgegangen, dass wir für $100.000 Uhren prodzieren werden. Jetzt orientieren wir uns an einem Weg, der mehrere Stufen höher ist. Sechs Monate sind nicht lange, um ein Produkt auf den Markt zu bringen. Wir haben aber jetzt schon eine riesige Community durch Kickstarter. Wir hatten einen Gestaltungsplan mit mehreren Ebenen. Das Design wird nicht grundlegend verändert. Wir haben einige “must have” Themen, wie die 7-tägige Akkulaufzeit und wiederum einige “nice to haves” wie Wasserresistenz.

Wired: Denken Sie, das die Pebble SmartWatch ähnlich erfolgreich wird wie der iPod im MP3-Player-Markt?
Migicovsky: Die Community hat den größten Einfluss auf unser Produkt. Mit einem Markt wie dem unseren, konzentrieren wir uns auf den Aufbau eines SDK, das Entwicklern begeistern wird. Damit können von Beginn an coole Apps entwickelt werden. Wir sind auch weit vor der Konkurrenz in Bezug auf die iPhone-Kompatibilität. Niemand will ein neues Handy kaufen damit die neue SmartWatch unterstützt wird. Durch die Inpulse Uhr, die wir bereits erfolgreich auf den Markt gebracht haben, haben wir sehr viel gelernt. Pebble ist außerdem deutlich kleiner, als die Produkte der Konkurrenz.

Wired: Was denken Sie, warum Pebble so attraktiv für die Kunden ist?
Migicovsky: Ich denke, es liegt daran, dass Pebble Android- und iPhone unterstützt und wir in der Vergangenheit bereits einen gewissen Erfolg hatten mit der Inpulse Uhr. Die Leute wollen Produkte, die sie sehen und selbst im Alltag verwenden können. Mit Kickstarter und der Videobotschaft, konnten wir Beispiele dafür geben, wie Menschen Pebble im Alltag einsetzen können.

Wired: Was steht für die nächste Zeit an?
Migicovsky: Wir denken, es gibt eine Menge Leute, die offen für ein Produkt wie dieses sind, und wir wollen, dass sie wissen, dass es existiert. Ich bin nicht so gut bei der Vorhersage von Dinge. Ich freue mich auf die coolen Anwendungen für Pebble machen, die die Entwickler machen werden. Im August werden wir das SDK bereitstellen. Wir richten ein Forum, damit sich die Menschen austauschen können. Außerdem werden wir im Watch App Store kostenlose Zifferblätter und Anwendungen anbieten. Es gibt aber auch kostenpflichtige Apps.

Wired: Was denken Sie ist nötig, um eine erfolgreiche Kampagne bei Kickstarter zu starten? Irgendwelche Tipps für Menschen, die ihre Projekte durch die Site finanzieren möchten?
Migicovsky: Wir beobachten andere Projekte aufmerksam. Ich habe bei Kickstarter mehrere Projekte unterstützt. Vor kurzem habe ich das Galileo Projekt unterstützt. Ich denke, man muss sich an die Community richten. Leute müssen sehen, dass Ihr Produkt existiert und dass es gut durchdacht ist. Es ist definitiv Marketing – man muss das Projekt zeigen, und es ist ein Spielfeld genau wie jedes andere. Der Vorteil bei Kickstarter ist, dass es für die Verbraucher ist und nicht für Venture Capitalisten. Wenn Sie Ihr Produkt mit Ihren Freunden getestet haben, und es scheint gut anzukommen, dann ist es wahrscheinlich auch gut auf Kickstarter. Hardware Produkte sind besonders gut für Kickstarter. Meistens wenn eine neue Hardware-Firma startet, müssen sie vage abschätzen, wie viele Produkte sie verkaufen werden. Durch Kickstarter wissen wir genau, wie viele Produkte wir verkaufen werden.

Wired: Glauben Sie, dass Sie alle Herausforderungen in den kommenden Monaten gewachsen sind?
Migicovsky: Ja, definitiv. Wir haben bereits neue Ingenieure eingestellt, die uns helfen. Es gibt eine Menge Arbeit. Wir erstellen das SDK, den App Store, die Software und vieles mehr. Ich denke, wir haben das richtige Team um das Projekt erfolgreich in sechs Monaten umzusetzen.

Wired: Wird der Kickstarter Rekord groß gefeiert?
Migicovsky: Nein. Wir haben mit ein bisschen Sekt angestoßen, als wir die $200.000 Marke geschafft hatten. Es ist Montag, und wir haben eine Menge Arbeit zu tun.

Quelle

Ein Gedanke zu “Pebble Gründer Eric Migicovsky im Interview mit Wired

  1. Hallo,
    Ich habe großes Interesse an der Pebbleuhr, und würde sie mir kaufen, doch vorher möchte ich gerne wissen, ob die Pebble Uhr nach der Synchronisation mit Bluetooth von meinem Smartphone, auch Telefongespräche direkt von der Uhr annehmen kann, wenn man auf das grüne Telefonsymbol clickt, und auch wieder beenden kann, wenn man auf das rote clickt. Ich möchte sehr gerne wenn ich unterwegs bin, und es auf meiner Pebleuhr klingelt, das Gespräch direkt von der Uhr annehmen und wieder beenden können. Wer kann mir dazu was sagen?
    Freue mich auf Eure Antwort.
    Vielen Dank und viele Grüsse
    Bernhard Prawer